Klimafreundliche Abwasserbewirtschaftung

Nur einen Tag nach kalendarischem Sommeranfang sollen die Temperaturen in einigen Teilen Deutschlands auf 37° C ansteigen. Trotz zeitgleich starker Niederschläge, verschlimmert sich der Wassermangel der vorherigen Jahre weiter. Kurze Extremschauer können sowohl von den Wasserwerken, als auch der Natur nicht ausreichend aufgenommen werden. Die Folge sind Hochwasser. Neben mangelnden Niederschlägen und hoher Temperaturen, trägt auch die zunehmende Bodenversiegelung, selbst in Gemeinden mit sinkender Einwohneranzahl, dazu bei.
Die Politik reagiert auf Notstände – nicht nur Privathaushalten werden Wassersparmaßnahmen und Steingartenverbote auferlegt, auch Unternehmen die Milliarden Liter Wasser jährlich nutzen sollen nun gesonderte Gebühren auferlegt werden. Doch selbst Umweltschutzmaßnahmen kommen nicht ohne Nebenwirkung – ein Beispiel hierfür ist der Ausstieg aus dem Braunkohleabbau. Dieser entzog enorme Mengen Grundwasser um die Abbaustellen trocken zu halten. Doch nach der Schließung wird dieses Wasser nun plötzlich nicht mehr künstlich in die Flüsse geleitet, obendrauf müssen stillgelegte Tagebaue künstlich mit Wasser aus Flüssen aufgefüllt werden, um diese zu stabilisieren.

Teil der Lösung, können z.B. Versickerungsmaßnahmen und Trennsysteme für Abwasser sein. In neu erschlossenen Gebieten werden immer öfter nicht nur Regenwasser von Haushalts Abwässern getrennt, sondern selbst das Grau- vom Schwarzwasser. In einer Modellsiedlung bei Lübeck sollen, dank wassersparender Spülsysteme, schwach wasserhaltige Toilettenabwasser in einer Modellsiedlung der eigenen Biogasanlage in Strom, Reste im Blockheizkraftwerk in Wärme verwandelt werden. Grauwasser wird durch eine pflanzliche Kläranlage gereinigt und in die Natur zurückgegeben. Bisher werden die gesammelten Schwarzwasserabfälle zur örtlichen Kläranlage gefahren.

Auch bestehende Kommunen können durch eine einfache Trennung Grund- und lokale Gewässer mit der schnellen Einleitung einfach gereinigter Niederschläge unterstützen. In den meisten Gebäuden ist der Abfluss von Grau- und Schwarzwasser bereits getrennt. Ziel ist es weiterhin, sogenannte „Schwammstädte“ zu erreichen, die Regenwasser aufnehmen und halten können, ohne es in die Kanalisation und Kläranlagen zu leiten. Auch damit sollen Flutschäden verhindert werden.

Als Mitglied der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall und mit der Softwarelösung für die Grubenentleerung ist die Dr. Ing. Wandrei GmbH im Einsatz für ressourcenschonende und nachhaltige Verwertung – unserer Umwelt zuliebe.

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